Fabian Küng (SP Lyss- Busswil) im Bieler Tagblatt und im àjour

Die obligatorischen drei Sportlektionen sollen künftig nicht mehr gelten. (Symbolbild)
Quelle: Martin Ruetschi/Keystone

 

Schulsport

Lysser SP und Grüne reichen Interpellation ein

Der Bund sieht vor, die drei obligatorischen Schulsport-Lektionen zu streichen. Fabian Küng (SP) nimmt Stellung zu der in Lyss eingereichten Interpellation.


Ariane Schwob
Publiziert: 16.07.2026, 15:55 Uhr

Seit 2021 ist im Bundesgesetz verankert, dass alle Schülerinnen und Schüler an Schweizer Schulen mindestens drei Lektionen Sport pro Woche erhalten müssen. Im Rahmen des Projekts Entflechtung 27 sieht das Finanzdepartement unter Karin Keller-Sutter (FDP) vor, diese obligatorischen Sportlektionen ersatzlos zu streichen. Folglich wären Kantone und Gemeinden für den Sportunterricht zuständig.

Dagegen wehrten sich verschiedene Stimmen. In Lyss haben die SP und die Grünen nun eine Interpellation eingereicht, um Transparenz zu schaffen. Fabian Küng erklärt gegenüber Radio Canal 3, dass es ihm auch wichtig sei, dass sich so der Gemeinderat mit der Fragestellung befassen müsse und sich die Abteilungen ihrer Haltung klar werden müssten.

In der Interpellation sei aber auch ihre Meinung enthalten, so Küng. «Der Sport ist wichtig für die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler.» Alle Kinder sollten gleichen Zugang zu Sport und Bewegung erhalten, unabhängig von ihrem Elternhaus. Küng betont, dass gerade in einer Zeit, in der Bewegungsmangel ein bedeutender Faktor für die steigenden Gesundheitskosten sei, beim Sport nicht gespart werden dürfe.

Küng ist Mitglied des Grossen Gemeinderats in Lyss und auch Sportlehrer. «Die Kinder können auch soziale Kompetenzen aus dem Sportunterricht mitnehmen. Gibt es weniger davon, geht etwas verloren.» Ein besonderes Anliegen ist Küng auch die Sanierung und der Neubau der Turnhallen – etwa der Turnhalle Herrengasse in Lyss. «Die Turnhallen sind nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Vereine wichtig.»

Aktuell ist die Vernehmlassung noch nicht zu Ende. Das bedeutet, dass momentan die Gemeinden noch ihre Meinung zum Projekt des Bundes abgeben können. Dennoch erhofft sich Küng eine baldige Antwort aus dem Grossen Rat aufgrund der Aktualität der Thematik.

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